Erlaubnis zur Hundeausbildung nach §11 Abs. 1  Nr. 8f Tierschutzgesetz unbefristet erteilt durch Kreisveterinäramt Bad Segeberg

   
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Giftpflanzen

Wer mit Haustieren zusammenlebt und kein Risiko eingehen möchte, verzichtet am besten ganz auf giftige Pflanzen. Vor allem Jungtiere sind gefährdet. Neugierige Hunde- oder Katzenwelpen knabbern gerne an einem Blatt oder Zweig oder buddeln die eben gesetzten giftigen Tulpenzwiebeln eifrig wieder aus. Doch auch ältere Tiere können plötzlich Interesse an bisher gemiedenen Pflanzen zeigen, z. B. aus Langeweile. Indem ein Hund meistens nach dem Verzehr giftiger Pflanzen spontan erbricht, verhindert er ein weiteres Vordringen  des Giftes in den Körper. Sensibler reagieren Katzen, deren Nieren besonders gefährdet sind.

Bei Vergiftungen spielt das Körpergewicht des Hundes eine große Rolle. Gifte werden immer pro kg Körpergewicht berechnet.

Umfangreiche Informationen sowie weitere Giftpflanzen inkl. detaillierter Symptome und Fotos der Pflanzen finden Sie auf der Datenbank des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich.

Was meinem Hund außerdem nicht bekommt:

Hunde sollten nicht mit rohem Schweinefleisch gefüttert werden, Schokolade kann in entsprechenden Mengen tödlich sein. Ebenfalls giftig für Hunde sind alle Früchte, die Blausäure enthalten (z. B. Weintrauben [in größeren Mengen], Kerne! von Kirschen, Pflaumen, Pfirsichen usw.) Milch gehört übrigens nicht in den Trinknapf der Hunde.

Wichtige Hinweise, wie man sich bei einer Vergiftung des Haustiers richtig verhält:
  • Wird ein Tier beim Fressen eines Pflanzenteil erwischt, muss dieser ihm sofort weggenommen werden. Werfen Sie den Pflanzenteil nicht weg, Sie müssen ihn bei Vergiftungserscheinungen beschreiben oder mitnehmen können.
  • Reagiert der Hund nach der Aufnahme einer toxischen Substanz mit Würgen, Sabbern, Erbrechen oder Durchfall, muss man sofort reagieren. Treten Zuckungen, Krämpfe oder ein schwankender Gang auf, darf keine Minute gezögert werden (Notfallnummern der Giftzentren und allgemeine Verhaltenshinweise bei Vergiftungen gibt es <<hier>> ).
  • Der Hund darf nicht mit lauwarmem Seifen- oder Salzwasser zum Erbrechen gebracht werden. Ebenso falsch ist das Einflößen von Milch, was die Situation noch verschlimmern kann. Einzig Aktivkohle (nicht zu verwechseln mit der wirkungslosen Holzkohle!) Kann in Wasser aufgelöst eingegeben werden, da sie das Gift im Körper bindet, bevor es in den Blutkreislauf gelangt.
  • Notieren Sie sich den Namen, den Zeitpunkt der Aufnahme sowie die Menge der geschluckten Pflanze - das kann unter Umständen lebensrettend sein.

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Quelle: Schweizer Hunde Magazin

   
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